Eröffnung Barfußpark Beelitz Heilstätten

Vom Baumkronenpfad in Beelitz Heilstätten aus, hat man einen spektakulären Blick auf Brandenburgs größten Barfußpark und gleichzeitig einer der vielfältigsten Natur-Erlebnisparke der Region.

Nach dem Motto ‘Raus aus den Schuhen …..Energie tanken’ eröffnet im Juni 2017 (geplant 6.Juni.2017) der Barfußpark seine Tore. Der Park wird auf einem ca. 15 Hektar großen Waldgelände in direkter Nachbarschaft zum Baumkronenpfad gebaut.

Er befindet sich inmitten von Laub-, Nadel- und Birkenwäldern und erschließt seinen Besuchern eindrucksvolle Sichtachsen auf das alte baumbewachsene Chirurgiegebäude der ehemaligen Lungenheilanstalt von Beelitz Heilstätten.

Das zukünftige Parkgelände verfügt über ein verzweigtes Wegenetz mit insgesamt drei Barfußwegen unterschiedlicher Länge, die flexibel miteinander kombiniert werden können (Gesamtlänge 3,1 Kilometer).

Geöffnet: Juni-Oktober

Warum ein Barfußpark?

Auf dem Barfußparcours erfahren die Füße unzählige verschiedene Untergründe — darunter matschigen Lehm und wadentiefen Schlamm, aber auch feinen Sand, zartes Stroh und Steine ganz unterschiedlicher Art. Wer mutig ist, läuft über pieksende Bucheckern und feine Glasscherben. Angelehnt an die Kneippsche Lehre waten alle Besucher zu Beginn durch kaltes Wasser und bereiten die Füße damit auf das Erlebnis vor. Der Blutkreislauf wird angeregt und der Stoffwechsel sowie die Entschlackung des Körpers gefördert. Hinzu kommt, dass die vielen unterschiedlichen Reize die Füße stimulieren und dadurch der Körper beleben. Der Besucher erfährt damit über seine Füße die Natur, seine Umgebung und auch seinen Körper auf eine ganz einzigartige Weise noch einmal neu.

Welche Stationen gibt es im Barfußpark zu entdecken?

Zusätzlich zu den multisensorischen Barfußpfaden, verfügt der Park über unterschiedlichste Stationen, an denen Kinder wie Erwachsene die Natur und insbesondere den umgebenden Wald erleben können — über die Sinne (z.B. Riech- und Tast-Kästen, Klangkugeln, Baumtelefon, Hörrohre) und das spielerische Lernen (z.B. Drehwürfel mit Wissenselementen, Weitsprung — Wie weit springe ich? Wie weit die Tiere des Waldes?). Hinzu kommen interaktive Stationen, an denen Geschicklichkeit, Teamgeist oder Ausdauer gefordert sind (z.B. Sandpendel, Kugellabyrinth, Gruppenxylophon).

Neben dem Eingangsbereich befindet sich eine großflächige ‘Waschstation’ zum Säubern der schmutzigen Barfußfüße.

Ein besonderes Riech- und Tasterlebnis erwartet die Besucher in der Sation 17 des Parkanlage: Der Kräutergarten

Die Welt der Kräuter und der Düfte kann in einem großflächig angelegten Wildkräutergarten (ca. 400 m²) entdeckt werden. Dort laden unterschiedliche Hochbeete, Steinbeete und eine Wildkräuterwiese zum Entdecken, Verweilen und Schnuppern ein. Neben einer parzellierten Wildkräuterwiese können auf halb runden Stein-Hochbeeten mediterrane Kräuter entdeckt werden. Diese sind jeweils mit deutschen und botanischen Namen beschildert.

Dekorative Hochbeete aus Weide beherbergen vielseitige Garten- und Küchenkräuter und laden zum Riechen und Probieren ein.

Wer nach soviel Kräuterduft Appetit bekommt, findet im Café Barfußpark mit schöner Terrasse im Eingangsbereich des Parks alles für das leibliche Wohl.

Für die bauliche Umsetzung der Kräutergartenanlage standen genau 42 Tage zur Verfügung. Das frisch gerodete Waldgelände musste zu aller erst planiert und von groben Holz- und Rindenresten befreit werden, danach konnte die Fläche mit einer Motorfräse eingeebnet werden.

Die notwendigen Materialien Feldsteine (ca. 9 Tonnen), 12 m³ Erde und jede Menge Holzstämme wurde an 3 Tagen im Bereich des zukünftigen Kräutergartens geliefert und gelagert.

In einem ersten Schritt wurden die großen Kräuterbeete (4 Stück) mit den Abmaßungen 3 x 3 m aus großen Eichen- und Kiefernstämmen gebaut

und mit Erde befüllt

Als besonderes Highlight der Kräutergartenanlage, wurden in einem zweiten Schritt die halbmond-förmigen Steinhochbeete aus Naturstein gesetzt. Die Feldsteine haben ein durchschnittliches Gewicht von ca. 40-50 kg pro Stück und wurden ohne Mörtel und Verankerungen aufeinander gesetzt. Dabei entstehen unterschiedlich große ‚Pflanztaschen‘, die mit Erde befüllt und bepflanzt werden können.

Nachdem die Erde verteilt und glatt geharkt wurde, kann die Wildkräuter Wiese ein gesät werden….doch vorher müssen noch Vorkehrungen gegen Wildverbiss getroffen werden!

Ein Wildschutzzaun muss gebaut und mit Drahtgeflecht versehen werden.

Direkt hinter dem Wildschutzzaun wird zusätzlich eine sogenannte ‚Benjes Hecke‘ angelegt. Die nach dem gleichnamigen Gartenarchitekten Hermann Benjes benannte Totholzhecke ist seit den 80er jahren populär. Neben der praktischen Verwendung von abgestorbenen Zweigen und Ästen, die schichtweise in Streifen locker aufgestapelt werden, bietet diese art der Einfriedung vielen Kleinstlebewesen und Vögeln ideale Brut- und Nistmöglichkeiten.

 

 

Als Stütze für die Hecke können natürliche Zaunpfosten angelegt werden, indem am zukünftigen Standort der Hecke kleinere Bäume oder Sträucher angepflanzt werden. Alternativ können zwei Reihen von Pfählen pallel laufend und zueinander gerichtet aufgestellt werden, um die Gehölze zu stabilisieren.  Die jeweiligen Zwischenräume der Stützen werden nun mit dem gesammelten Holzschnitt aufgefüllt. Dazu wird optimalerweise dünneres Gehölz auf dickeres Gehölz aufgeschichtet, so dass langfristig ein stabiler Wall aus Geäst entsteht.

Nun wird es endlich grün……

Die Kräuterbeete und Steinhochbeete sind fertig angelegt, nun kann gepflanzt werden.

Frische Kräuter-Jungpflanzen werden flächige auf die 4 Beete thematisch angeordnet: Küchenkräuter (Liebstöckel, Schnittlaich, Petersilie u.a.), mediterrane Kräuter (Currykraut, Oregano und Thymian u.a.), Wildkräuter (Pimpinelle, Melisse und Frauenmantel u.a.) sowie ein Beet voller Minze (Schoko-Minze, Englische Minze, Marokkanische Minze u.a.)

 Das Minzbeet

  Das Küchenkräuterbeet

Danach werden die zwei Steinbeete mit mediterranen Kräutern (Lavendel, Kriech-Thymian und Currykraut) bepflanzt.

  Zum Schluss wird noch die große ‚Wildkräuter Wiese‘ angesät. Eine spezielle Wildkräutermischung mit mehr als 50 verschiedenen Kräuter- und Gräserarten werden eingesät.

 Nun heißt es nur noch abwarten und gießen….gießen…gießen

Am 1. Juni 2017 ist es endlich soweit: Der Barfußpark wird feierlich offiziell eröffnet.

 Die Besucher kommen zahlreich und erfreuen sich an den zahlreichen spannenden Erlebnisstationen und Parcours.

 

Der Kräutergarten befindet sich zentral im Mittelpunkt der 3 weitläufigen Parcours und bietet neben den vielseitigen Kräuterbeeten und Anpflanzungen auch die Gelegenheit zum Verweilen und Genießen.

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